In Mimimi-Montag

Vorsicht mit der Autotür!

Meine Lieben, ich wünsche euch einen wunderschönen Montag! Ja, ich weiß, wir mussten letzte Woche ungeplant pausieren. Da ich relativ unorganisiert in meinen Prag-Kurztrip gestartet bin, habe ich es auch verpasst, rechtzeitig einen Montagsbeitrag zu erstellen und zu planen. Falls sich jemand gefragt hat, warum ich mit meinem Blog kein Geld verdiene: Ich fürchte, daran liegt’s. Nun will ich euch aber nicht weiter mit den Details meiner Inkompetenz langweilen, sondern euch endlich den Beitrag liefern, auf den ihr hoffentlich schon gespannt gewartet habt. Herzlich willkommen zu unserem Hassformat, das wir alle lieben!

Trödler am Frühstücksbuffet

Ja, ich weiß, hier kommt ein wahres Luxusproblem. Ich liebe Frühstücksbuffets im Hotel und mag es, dabei so richtig zu eskalieren und mir nach einem Omelett, einem Müsli und einem Obstsalat auch noch ein paar Pancakes zu gönnen. Herrlich! Wie immer wird die Freude eines solchen Buffets aber durch einen lästigen Faktor zur Zerreißprobe für die Nerven: Ja, die Rede ist, wie immer, von Menschen. Genauer gesagt von denen, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie sich einfach zwischen Latte Macchiato und Cappuccino entscheiden müssen oder ob sie versuchen, die Millionenfrage einer Quizshow zu knacken.

Und dann steht man hinter dieser Person und wartet ganz gespannt darauf, dass sie endlich ihren Finger bewegt, bis man irgendwann so genervt ist, dass man am liebsten seinen eigenen Arm ausstrecken und einfach auf irgendeine Taste hämmern würde, damit sich die Person endlich schleicht. Es ist ja okay, sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen, aber muss das unbedingt so sein, dass niemand anders währenddessen an die Kaffeemaschine kann?

Autotür-Knaller

Autofahren ist etwas Schönes. Ich würde sogar so weit gehen, es als eine meiner Lieblingsbeschäftigungen zu bezeichnen. Es macht sowohl alleine, als auch zu zweit Spaß, wobei letzteres sehr stark vom Beifahrer abhängig ist. Gegen die meisten Menschen habe ich nichts, wenn ich sie mitnehme, solange sie nicht unaufgefordert am Radio herumspielen (puh, eigener Hasspunkt!).

Was ich aber wirklich, wirklich hasse, sind Menschen, die aussteigen und danach die Autotür so fest zuknallen, als befände sich die Hand ihres schlimmsten Feindes zwischen Tür und Angel. Mein Auto und ich haben eine enge Beziehung zueinander und ich liebe es abgöttisch. Wenn ich dann merke, wie respektlos manche Menschen damit umgehen, zieht sich alles in mir zusammen.

Gut, einmal kann es passieren. Ich bitte diese Menschen dann immer höflich, die Autotür das nächste Mal etwas sanfter zuzumachen. Und manche besitzen dann tatsächlich noch die Dreistigkeit, zu sagen: „Das ist ein Auto, das muss es schon aushalten.“

Mag sein, Daniel. Aber ich muss dich nicht aushalten. Also schleich dich bitte aus meinem Auto und mach die Türe von außen zu – aber vorsichtig!

Nicht-lieferbare Dinge in Online-Shops

Online-Shopping ist das größte! Denkmäler sollten dem genialen Kopf zu Ehren errichtet werden, dem wir diese besondere Freude zu verdanken haben! Gerade bei Dingen, an die man sonst nicht so einfach rankommt, leisten Online-Shops wirklich extrem gute Dienste und ich liebe sie abgöttisch dafür.

Aber wo Licht ist, muss leider auch Schatten sein. Bei Victoria’s Secret ist zum Beispiel gerade Ausverkauf. An sich ja absolut top. Dachte ich mir auch und wollte das Ostergeld meiner lieben Omi klug investieren. Mein eigenes Parfum neigt sich nämlich dem Ende zu und ich liebäugle seit geraumer Zeit mit einem absolut himmlischen Victoria’s Secret Duft. Packe das Teil also glücklich und voller Vorfreude in den Warenkorb, fülle selbigen noch bis zur Versandkostengrenze mit Zeug an und dann beim Bezahlen kommt die wunderbare Meldung: „Folgender Artikel ist nicht in Ihr Land lieferbar: Victoria’s Secret Heavenly Perfume“

Na danke auch, Victoria. Danke für nichts.

Da fällt mir übrigens gleich noch ein Hasspunkt ein: Warum sind die gschissenen Victoria’s Secret Läden eigentlich immer nur am Flughafen? Wäre es echt zu viel verlangt, mal eine Filiale in der Wiener Innenstadt zu eröffnen? Ich verstehe es einfach nicht. Aber gut, muss ich wohl in den sauren Apfel beißen und nach London fliegen. Hilft ja alles nichts.

Assi-„Freunde“

Was gehört zu einer Freundschaft wie Pommes zu einem Ikea-Besuch? Richtig, Ehrlichkeit. Ich spreche hier nicht nur davon, sich gegenseitig in seine privatesten Geheimnisse einzuweihen – wobei solche Konversationen um 2 Uhr morgens durchaus ihren Reiz haben und jeder Freundschaft guttun.

Nein, vor allem spreche ich von Ehrlichkeit im Alltag. Ich will Freunde, die mir auch Sachen ins Gesicht sagen, die für mich in diesem Moment nicht unbedingt schmeichelhaft sein mögen, die aber zu meinem Besten sind. Der perfekte Moment, um eine Freundschaft in diesem Punkt auf die Probe zu stellen, ist ein gemeinsames Essen. Am besten eines, das Salat, Spinat oder Mohn involviert – irgendetwas, das sich äußerst gerne zwischen den Zähnen verfängt.

Ich war einmal mit einer ehemaligen Freundin namens Elisabeth essen. Es gab, wie es der Zufall wollte, Pizza Spinaci. Danach zogen wir durch die Stadt, gingen shoppen und lachten viel – und erst am Abend fiel mir auf, dass ich den lieben langen Tag lang mit einem riesigen Spinatblatt zwischen den Zähnen herumgelaufen war. Falls sich jemand gefragt hat, weshalb ich an solchen Trust Issues leide: Menschen wie Elisabeth sind der Grund dafür. Möge sie der Blitz beim Kacken treffen.

 

Ich wünsche euch noch einen schönen Ostermontag! Feiert schön, oder genießt einfach nur die Ruhe. Ich sammle weiterhin ordentlich Inspiration für den nächsten Mimimi-Montag – auf dass er nächste Woche nicht ausfallen mögen.

Eure Julie,

Die mit dem roten Lippenstift

 

Photo by Cory Checketts on Unsplash
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2 Comments

  1. Inga Bergmann
    3 Monaten ago

    Gott sei Dank, ein neuer Beitrag. Die letzte Woche war unendlich lang und jeden Tag habe ich gehofft und meinen Feed Reader mehrfach aktualisiert….

    Zum Trödler am Frühstücksbuffet fiel mir direkt eine artenverwandte Spezies ein, der ich in der letzten Woche wieder einmal begegnen durfte. Ich nenne sie die Sich-am-Warenregal-Vordrängler. Trifft man insbesondere in Drogerien oder entsprechenden Abteilungen im Supermarkt.

    Ich stehe also vor dem Regal und kann mich vor lauter Cremes und wunderheilenden Mittelchen kaum orientieren, getreu dem Motto: „Ist denn heute schon wieder Ostern?“ Und während ich also nach meinem gewünschten Produkt suche – ich stehe übrigens möglichst so, dass noch jemand zwischen mir und dem Regal vorbeikommt (so habe ich auch den weiten Blick auf das gesamte Regal) – kommt eine andere Person, zumeist weiblich, und stellt sich, drei Mal darfste raten, genau vor mich. Klar, ich steh hier nur aus Spaß an der Freude und weil die Klimaanlagenabluft hier nicht so zieht…..

    In diesem Sinne: bis nächste Woche!

    Eine treue Leserin

    Reply
    1. Julie
      2 Monaten ago

      Danke liebe Inga! Ich freue mich, dass dir mein Mimimi-Montag gefällt!
      Die Leute, die sich genau vor einen hinstellen, sind mir auch suspekt. Da denk ich mir immer nur: „Ähhh, Alter? Merkst was?“ 😀

      Ich hoffe, du bist nächste Woche auch wieder dabei!

      LG Julie

      Reply

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