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4 Dinge, die du tun solltest, wenn du in eine neue Stadt ziehst

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Tja, so verging die Zeit und mit dem ganzen Stress, den ich letzte Woche hatte, habe ich doch glatt mein zweijähriges Wien-Jubiläum verpasst. Schon seit zwei Jahren darf ich diese wunderbare Stadt mein Zuhause nennen. Es war gerade am Anfang nicht immer einfach, aber ich würde es immer wieder tun. Zwei Jahre nach meinem ersten großen Umzug kann ich nun ein Fazit ziehen, was ich beim nächsten Umzug anders machen würde, um mich schneller einzuleben. Und diese vier Dinge, die man tun sollte, wenn man in eine neue Stadt zieht, möchte ich nun mit euch teilen.

 

Nach Cafés im eigenen Viertel suchen

Als ich nach Wien gezogen bin, musste ich immer erst eine halbe Stunde mit der Straßenbahn fahren, um zu einem guten Café zu kommen. Gut, damals habe ich noch in meiner WG im dritten Bezirk gewohnt und mein damaliges Grätzl fiel schon eher in die Kategorie „kulinarisches Brachland“. Allerdings habe ich auch nicht wirklich versucht, in meiner Nähe einen guten Laden zu finden und so etwas wie ein Stammcafé hatte ich schon gar nicht.

Jetzt, wo ich mein Lieblingscafé in Wien in höchstens 15 Minuten zu Fuß erreichen kann, weiß ich erst, was das für ein Luxus ist. Manchmal braucht man einfach einen Tapetenwechsel – und wenn man dazu auch noch einen guten Kaffee trinken kann, ist der schlechteste Tag gleich wieder gerettet.

Übrigens: Eine kleine Auswahl meiner Lieblingscafés in Wien findest du hier.

 

Ein Sportstudio suchen

Die überzeugten Sportverweigerer werden jetzt sicher den Kopf schütteln, aber bitte, glaubt mir, das ist das Beste, was ihr tun könnt, sobald ihr in eine neue Stadt zieht! Nirgendwo anders lernt man so schnell neue Leute kennen!

Ich selbst habe fast ein Dreivierteljahr gebraucht, bis ich mir einen Ruck gegeben und mich in meinem Boxstudio angemeldet habe. Dort habe ich eine superliebe Freundin kennengelernt und ein cooles, neues Hobby gefunden. Außerdem wäre ich wahrscheinlich gnadenlos fett geworden, wenn ich das Boxen nicht für mich entdeckt hätte. Und mein Aggressionsproblem ist auch deutlich gesunken, seit ich endlich einen Ort habe, an dem ich Menschen schlagen darf. Hach, ich liebe boxen!

Ich kann übrigens besonders Kampfsportarten und Crossfit empfehlen, wenn ihr neue Leute kennenlernen wollt. Die Menschen dort sind oft wirklich cool drauf und nehmen einen wirklich gut auf. Ich war heute zum zweiten Mal beim Crossfit und habe schon eine Trainingsverabredung für nächste Woche. Sterben verbindet.

Denen unter euch, die keinen Bock haben, sich so richtig auszupowern, empfehle ich Yogastudios. Da sind auch die meisten Mitglieder locker drauf und lieb – Karma und so.

 

Sich mit den Nachbarn gut stellen

Nicht jeder hat das Glück, mit einer langjährigen Freundin im selben Haus zu wohnen, so wie ich. Als meine liebe Kathi noch nicht am Ende des Ganges gewohnt hat, habe ich immer versucht, mich mit meinem Nachbarn von oben gut zu stellen (gut, ich fand ihn ehrlich gesagt auch fesch, aber das ist ein anderes Thema).

Wenn man gute Nachbarn hat, hat man meist jemanden, der einem Amazon-Pakete annimmt, wenn man nicht zuhause ist oder kann sich im Notfall eine Rolle Klopapier ausleihen, wenn man es am Samstag nicht mehr zum Supermarkt geschafft hat und am Sonntag eine Darmgrippe bekommt.

Außerdem kann man mit befreundeten Nachbarn besser reden, wenn sie zu der Sorte gehören, die nachts gerne etwas lauter Musik hören. Gerade die direkten Nachbarn sollte man also im Hausflur immer freundlich grüßen oder auch mal die Tür aufhalten. Manche stellen sich auch direkt nach dem Einzug bei ihren neuen Nachbarn vor. Kann man sicher machen, habe ich aber ausgelassen. So sozial bin ich auch wieder nicht.

 

Alte Freundschaften aufleben lassen

Gerade, wenn man aus einer Ecke Österreichs kommt, die nicht Wien ist, kann man sich sicher sein, dass man in der Hauptstadt nicht allein ist. So ziemlich jeder, der aus einem Kaff kommt und Karriere machen will, zieht nach Wien. Wer das ist, lässt sich über Facebook, LinkedIn und Co. herausfinden. Einfach mal alte Bekannte anschreiben und auf einen Kaffee einladen! Das kann einem den Einstieg erleichtern.

Leider habe ich auch die umgekehrte Erfahrung gemacht. Es gab Freundschaften, die als „Fernbeziehung“ gut funktioniert haben, und als ich auch nach Wien gezogen bin, brach der Kontakt komplett ab und wir gratulieren einander mittlerweile nicht einmal mehr zum Geburtstag. Auch diese Dinge können leider passieren, aber für irgendwas wird es schon gut sein!

 

In eine neue Stadt zu ziehen, gehört nicht unbedingt zu den einfachsten Dingen im Leben. Auch ich hatte am Anfang in Wien oft mit Einsamkeit zu kämpfen und habe lange gebraucht, bis ich endlich das Gefühl hatte, angekommen zu sein. Aber nun habe ich es geschafft und weiß nun, was ich beim nächsten Umzug in eine neue Stadt anders machen werde, denn die oben genannten Dinge haben mir persönlich wirklich geholfen! Also gleich nach dem Umzug mal die Sportangebote in der Umgebung checken!

 

Eure Julie,

die mit dem roten Lippenstift

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