In Personal

Lasst euch verzaubern

Heute gibt’s mal einen etwas anderen Post von mir. Dieser ist einem meiner Lieblingsthemen gewidmet: Harry Potter. Meine Freundin Kat hat mich schon vor Ewigkeiten dazu aufgefordert, die Fragen zu beantworten und ich habe es bis heute immer wieder vergessen – Schande auf mein Haupt, ich sollte mir wirklich mal einen Kalender zulegen und besser planen. Aber wie das eben so ist, wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es auch und man muss mich echt nicht alle sechs Monate daran erinnern. Los geht’s.

  1. Deine erste Begegnung mit Harry Potter

Persönlich begegnet bin ich ihm leider noch nie. Werde ich in diesem Leben wohl auch nicht mehr. Erstens bin ich ein Muggel und darüber versuche ich seit meinem elften Geburtstag hinwegzukommen, was dank erstklassiger psychologischer Betreuung auch mehr oder weniger klappt. Zweitens hat Daniel Radcliffe, sollte ich ihm mal zufällig über den Weg laufen, nicht mehr viel mit dem süßen, kleinen Jungen gemeinsam, der meine Welt von klein auf verzaubert hat. Von klein auf ist auch das Stichwort für die ernst gemeinte Beantwortung der Frage. Wie ich bereits in einem vorigen Beitrag erwähnt habe, war ich ein ziemliches Klugscheißerkind und habe meine liebe Mama gezwungen, mir bereits im zarten Alter von drei Jahren das Lesen beizubringen. Hat mich nämlich gefuchst, dass meine Nachbarin das schon konnte und ich nicht. Ich war also nicht nur ein Klugscheißer, ich war auch sehr konkurrenzorientiert und ehrgeizig und so lernte ich das Lesen sehr schnell. Nachdem mir Kinderbücher zu langweilig wurden, habe ich meinen ersten Harry Potter bekommen – und natürlich gelesen. Von da an war kein Besen mehr vor meinem dreijährigen Ich sicher. Und spätestens, nachdem der erste Film im Kino kam – ich glaube, ich war damals sechs Jahre alt – war ich vollkommen infiziert mit dem Harry-Potter-Fieber. Bis heute habe ich mich nicht davon erholt.

  1. Liebster/Schlechtester Band/Film

Ich fange wie bei Neuigkeiten mit dem Schlechten an. Und zwar hasse ich den fünften Teil. Naja, hassen ist zu viel gesagt, es ist immerhin Harry Potter und da jammere ich generell auf sehr hohem Niveau. Ich finde, wenn man etwas liebt, muss man auch irgendwas daran hassen. Ich liebe es zum Beispiel, wenn meine beste Freundin mir SMS schickt, aber ich könnte sie dafür umbringen, dass sie niemals nur eine schickt, sondern mindestens drei hintereinander und das meistens, wenn ich in einer Vorlesung sitze und das Handy nicht auf lautlos gestellt habe. Dasselbe gilt für Harry Potter. Ich bin begeistert davon, aber der fünfte Teil ist mir suspekt. Nicht nur, dass ich keine Ahnung habe, wie ich den Inhalt am besten in einem Satz zusammenfassen kann, weil der für mich nicht allzu schlüssig ist, das Buch ist einfach zu lang. Jeder, der schon mal eine Vorlesung auf der Uni besucht hat, weiß, dass man gewisse Dinge so lange zerreden kann, bis keiner mehr aufpasst, bis auf die Streber in der ersten Reihe. Genau das passiert im fünften Harry Potter. Und ich bin kein Streber aus der ersten Reihe, ich gehöre zu den Leuten, die ganz hinten sitzen und mit ihren Sitznachbarn plaudern. Von daher ein für mich komplett ungeeignetes Buch.

Die Frage nach dem liebsten Band ist für mich etwas schwerer zu beantworten. Ich liebe den ersten, weil das der Band ist, mit dem alles begann und für den ich unendlich dankbar bin. Der letzte ist geil, weil sich plötzlich so viele Segmente aus den vorigen Büchern wie ein Puzzle zusammenfügen und man erst merkt, wie genial das alles konzipiert ist – wenn man das nicht vorher schon wusste. Bis auf den fünften Teil ist auch in der Mitte alles super, weil es Stoff fürs Ende gibt. Ich werde mich daher auf die Frequenz besinnen, mit der ich die Filme im Kino angesehen habe und damit ist der Feuerkelch der Gewinner. Den war ich mit meinen elf Jahren sagenhafte vier Mal im Kino. Ja, beim letzten Mal konnte ich ihn mitsprechen. Kann ich übrigens heute noch. Auch ohne Film. Ich kann einen fast dreistündigen Monolog halten, in welchem ich die Filmdialoge nachinterpretiere. Aber das will keiner sehen.

  1. Szenen, die dir wichtig sind (Buch/Film)

Über diese Frage habe ich tatsächlich am längsten nachgedacht, weil es viele tolle Szenen gibt. Sehr berührt hat mich die Szene, in der Harry im Spiegel Nerhegeb seine Eltern sieht. Wenn ich ein bisschen fiebrig bin, fange ich da sofort an zu heulen.

  1. Lieblingscharakter (gut/böse)

Die Figur, mit der ich mich am meisten identifizieren kann, ist Luna Lovegood. Sie ist klug, aber nicht auf die streberhafte Art wie Hermine (die ich natürlich auch mag) und gleichzeitig richtig durchgeknallt, aber sie steht zu ihren schrägen Ansichten und lässt sich nicht verbiegen, egal, ob sie sich damit Freunde macht, oder nicht. Hat mich so ein bisschen an mich selbst in meiner Schulzeit erinnert. Und irgendwie auch an mein jetziges Ich.

Von den Bad Boys ist mir tatsächlich der junge Tom Riddle der sympathischste. Natürlich ist er absolut geisteskrank, aber auf eine unglaublich geniale Weise. Er versteht es, die Leute so zu manipulieren, dass sie sich sogar noch geschmeichelt fühlen. Ein ziemlich komplexer Charakter und genau sowas mag ich.

  1. Stört dich an den Filmen etwas?

Klar, ich wäre nicht Journalistin geworden, wenn ich zu allem Ja und Amen sagen würde. Mein größtes Problem an den Filmen ist, dass so viel Wichtiges eliminiert wurde. Vor allem ab Teil vier ist das ein großes Manko, die ersten drei Teile haben sie diesbezüglich gut hinbekommen. Ich hätte aber unglaublich gerne Peeves, den Poltergeist, gesehen, ich glaube, da wären einige lustige Szenen rausgekommen. Und Dobby hätte ich auch gern öfter gesehen, überhaupt die ganze Hauselfenbewegung, die doch im vierten Band ein großes Thema war, hätten sie auch im Film mal aufgreifen können.

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  1. Würdest du gerne mal Butterbier testen?

Klar, stelle ich mir unglaublich cool vor.

  1. Lieblingsschauspieler?

Emma Watson war immer mein großes Vorbild. Ich mag die Frau einfach.

  1. Welches Haus?

Aufgrund meiner ausgeprägten Klugscheißernatur kann es wohl nur Ravenclaw sein. Gryffindor würde zwar von der Schuluniform her deutlich besser zu meinem Lippenstift passen, aber das Haus ist mir irgendwie zu abgehoben, die tun immer so, als wären sie das Nonplusultra.

  1. Welches Haustier?

Wenn man bedenkt, dass bei mir sogar Plastikpflanzen eingehen, wäre es wohl unverantwortlich, mir ein Haustier anzuvertrauen. Da Eulen aber relativ selbständige Geschöpfe sind, wären die wohl meine erste Wahl. Abgesehen davon sind sie praktisch und ich mag Eulen.

  1. Mein Raum der Wünsche

Ich würde mich höchstwahrscheinlich in der gemütlichen Version einer Bibliothek wiederfinden, mit bequemen Sesseln, haufenweise Büchern, aber auch einer Teekochstation und einer Schreibmaschine. Und eine Toilette wäre nicht schlecht.

  1. Hast du mit elf Jahren auf den Brief aus Hogwarts gewartet?

Ich verbrachte meinen elften Geburtstag vor dem Briefkasten. Und um ehrlich zu sein, ich warte heute noch und werde wahrscheinlich noch mit 60 auf den Brief warten.

So, das waren meine elf Fragen. Wer Bock drauf hat, sei hiermit ebenfalls dazu aufgefordert, die Fragen auf seinem Blog zu beantworten. Hinterlasst mir doch einen Kommentar, wenn ihr die Challenge annehmt, damit ich eure Antworten auch sehen kann.

EDIT: Und wen es interessiert, wie andere auf diese Fragen antworten würden, schaut doch mal bei Alexandra, Natacha, Juliane und Laura vorbei, die haben die Challenge nämlich bereits angenommen und meine

Eure Julie,

Die mit dem roten Lippenstift

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8 Comments

  1. Insel-Liebe
    4 Jahren ago

    hab den text gern gelesen und ich liebe die filme/bücher auch sehr. <3 hätte am liebsten ein harry potter zimmer <3

    Reply
    1. diemitdemrotenlippenstift
      4 Jahren ago

      Oh ja das wäre auch immer mein Traum gewesen 🙂
      Freut mich, dass dir der Text gefallen hat. Wenn du auch Lust drauf hast, bist du hiermit herzlich eingeladen, dich ebenfalls den Fragen zu stellen 🙂

      Reply
  2. Reza
    4 Jahren ago

    great..
    it is a great achivement to learn how to be fascinated in our world…
    possible, it is necessary for all to have a virtual life beside their real life . .
    virtual life in a virtual world causes to feel free with no boundary . ..

    Reply
  3. lophornia
    4 Jahren ago

    Ravenclaw! *Hand zum Abklatschen heb* Da sind die coolen, individualistischen, intelligenten, nerdigen Menschen ;D

    Reply
  4. derhilden
    4 Jahren ago

    Ich hab auch so sehr auf meinen elften Geburtstag gewartet, weil ich hoffte, einen Brief aus Hogwarts zu bekommen. Und er kam nie. 🙁
    Hermine, also Emma Watson, finde ich auch toll. Mal fernab vom Harry Potter Universum, meiner Meinung nach so ziemlich die schönste Schauspielerin überhaupt… Aber ich schweife ab. 😀

    Reply
    1. diemitdemrotenlippenstift
      4 Jahren ago

      Tut mir leid, dass du auch ein Muggel bist 🙁 ich hätte es dir gegönnt.
      Haha das sehe ich als Frau nicht anders 😀

      Reply
  5. stellette_reads
    3 Jahren ago

    Ach mensch… So tolle Antworten… Bin da ganz deiner Meinung… Hach das Potter Universum ist einfach toll??
    Liebste Grüße Yasmin-Stella ?

    Reply
    1. diemitdemrotenlippenstift
      3 Jahren ago

      Danke dir ? ich liebe Harry Potter und die ganze wunderbare Welt darin auch ❤

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