In Personal

Ich bin introvertiert – na und?

Die Mädels kennen das: Man ist enttäuscht von der Männerwelt und denkt sich: „Scheiß drauf, ich werd jetzt lesbisch!“ Und irgendwann kommt man aber trotz aller guten Vorsätze drauf, dass das nicht so einfach funktioniert. Ungefähr so ist es auch mit anderen Charaktermerkmalen. Als ich meine Zeit in der Journalismusakademie verbracht habe, hatte ich oft das Gefühl, da nicht reinzupassen. Und das habe ich auch immer wieder zu spüren bekommen. Ich war nie diejenige, die am lautesten gesprochen hat. Freiwillig für Rollenspiele gemeldet habe ich mich sowieso nie und außerdem war ich die einzige, die nicht zum gemeinsamen Abschiedsessen gegangen ist. Kurzum, ich war diejenige, die zwar immer da war, mit der aber niemand wirklich etwas zu tun hatte. Das hat sich auch zum Schluss in meiner Bewertung gespiegelt. Offenbar ist Journalismus keine Branche, die für introvertierte Menschen geschaffen ist und ich bin daher komplett fehl am Platz. Könnte man meinen – ist aber nicht unbedingt der Fall.

Introvertiert – was bedeutet das überhaupt?

Zunächst einmal möchte ich ein sehr verbreitetes Vorurteil aus der Welt räumen: Introvertiert ist nicht gleich schüchtern, obwohl die beiden Eigenschaften vieles gemeinsam haben. Aber auch extrovertierte Menschen können schüchtern sein, wenngleich sie es auch weniger oft sind. Introvertierte Menschen werden auch als hoch reaktiv bezeichnet, was daher rührt, dass sie meist schon als Kind viel stärker auf laute Geräusche und ähnliche Reize reagieren. Das Gehirn spricht also schneller auf Umweltreize an und ist auch schneller von ihnen übersättigt.

Im Erwachsenenleben äußert sich das dann eben meist so, dass man gerne mal allein ist und seine Ruhe braucht, weil man eben schnell auf äußere Reize reagiert. Das beste Beispiel ist eine Party. Als Intro fühlt man sich am wohlsten, wenn noch nicht allzu viele Leute da sind, wenn ein angenehmer Pegel herrscht und man sich noch gut unterhalten kann. Wenn sich der Raum jedoch nach und nach füllt und es immer lauter wird, fühlen sich introvertierte Menschen schnell unwohl, während ein extrovertierter Mensch explizit nach diesen Reizen sucht. Es ist wie mit dem berühmten kochenden Wasser: Es macht die Kartoffel weich und das Ei hart.

Introvertiert oder schüchtern?

Ich würde mich selbst nicht (mehr) als schüchternen Menschen bezeichnen, weil ich keine Angst habe, mit Menschen zu sprechen. Ich mache mir nicht vor Angst in die Hose, wenn ich jemanden nach dem Weg fragen muss. Manchmal kann ich sogar Smalltalk machen und mich auf Anhieb mit fremden Menschen unterhalten. Gut, zugegeben, auch das war harte Arbeit, da ich als Kind und auch als Jugendliche wirklich extrem schüchtern war.

Das habe ich nun zum größten Teil abgelegt und dennoch unterstellen mir viele Menschen ein Problem mit meiner Selbstsicherheit. Das rührt daher, dass ich selten die bin, die am lautesten redet oder am schallendsten lacht. Aber der Grund dafür ist nicht, dass ich es mich nicht traue, sondern meist interessiert es mich schlicht und ergreifend nicht. Meist muss ich auch die Situation erst einfach mal beobachten, bevor ich mich einschalte. Manchmal interessiert mich aber auch das Gesprächsthema einfach null und ich beschäftige mich lieber damit, mir in Gedanken neue interessante Dinge für mein Buch auszudenken und imaginäre Gespräche durchzuspielen.

Warum werden introvertierte Menschen so oft kritisiert?

Was introvertierte Menschen oft nicht an sich mögen, ist die Tatsache, dass sie so sind, wie sie sind. Das liegt, meines Erachtens, ganz sicher auch daran, dass wir von klein auf eingeredet bekommen, dass es etwas Schlechtes ist, ruhig zu sein. Man sollte meinen, dass sich die Tanten im Kindergarten darüber gefreut hätten, ein Kind in der Gruppe zu haben, das niemanden nervt, weil es gern allein ist und sich alleine beschäftigen kann. Was stattdessen dabei rausgekommen ist, war ein Anruf bei meiner Mutter mit der Bitte, man möge mich doch mal psychologisch durchchecken lassen.

Es hat sich auch in der Schulzeit weiter durchgezogen. Ich bekam schlechte Noten, weil ich mich nie gemeldet habe, nur um unnötige Kommentare abzugeben. Wenn ich etwas zu sagen hatte, tat ich es. Wenn nicht, dann eben nicht. Leider kam es nie auf Qualität, sondern nur auf Quantität an und das wurde mir schon mal zum Verhängnis. Da hätte ich mir in meiner Jugend schon mal mehr Verständnis gewünscht. Schließlich leidet man als ruhiger Mensch schon genug, wenn man in einer so lauten Umgebung aufwachsen muss.

Und bekanntlich wird niemand selbstsicherer, wenn man ihm einmal: „Ach, jetzt sei doch nicht so schüchtern!“ sagt. Wenn euch dieser Satz schon mal an den Kopf geknallt wurde, wisst ihr eh, was sowas auslöst – man wird noch viel unsicherer, weil man denkt, man sei falsch, so wie man ist. Und wenn ihr mal derjenige wart, der diesen Satz selbst gesagt hat, dann denkt in Zukunft bitte zweimal über solche Aussagen nach.

Stärken introvertierter Menschen

Wo ich gerade beim Thema „Nachdenken“ war: Das können introvertierte Menschen sehr gut. Dadurch, dass wir Situationen meist erst mal beobachten, bevor wir uns einschalten, verschaffen wir uns einen guten Überblick. Wir können auch ziemlich gut zuhören und sind aufmerksam – das ist mit ein Grund, weshalb wir in einem augenscheinlich so extrovertierten Beruf wie dem Journalismus absolut nicht fehl am Platz sind. Zuhören und das Gesagte auch tatsächlich wahrzunehmen, ist da nämlich teilweise sogar wichtiger, als selbst zu sprechen. Wie oft war ich schon auf Pressekonferenzen und habe erlebt, wie manche wieder und wieder dieselbe Frage gestellt haben, auf die sie schon längst eine Antwort gehabt hätten, wenn sie nur zugehört hätten – und ich habe nur die Augen verdreht und mich über diese Zeitverschwendung geärgert. Manchmal passierte es halt auch, dass ich durch mein aufmerksames Zuhören genau die Frage stellen konnte, die einen wunden Punkt getroffen und alle Blicke überrascht auf mich gezogen hat. Man sollte also jemanden, der sich nicht sofort ins Geschehen stürzt, nicht gleich vorverurteilen.

Warum ich meinen Charakter nicht mehr als Schwäche empfinde

In der Tat habe ich sehr oft versucht, etwas an meinem Naturell zu ändern. Ich habe stundenlang vor einem Spiegel gesprochen, habe versucht, laut und deutlich zu sprechen und die selbstbewusstesten Mädels meiner Klasse nachzuahmen. Ich habe mich im Unterricht deutlich öfter eingebracht als sonst und bin abends ausgegangen, anstatt mit einem Glas Wein und einem Buch gemütlich im Bett zu liegen.

Und was hat mir meine neue Geselligkeit gebracht? Ich wurde kein bisschen glücklicher dadurch, ganz im Gegenteil. Erstens merkten andere auch, dass ich ihnen etwas vormachte. Und irgendwann kam die Erkenntnis: Ich bin einfach so. Wenn andere mich langweilig finden, weil ich nicht gerne ausgehe und mich besaufe, dann soll mich das nicht mal peripher tangieren. Das ist ihr Problem und das möchte ich nicht zu meinem eigenen machen. Warum soll ich gegen mein Naturell handeln, nur weil es nach außen cooler wirkt?

Mittlerweile stehe ich zu meinem Charakter und versuche nicht mehr, ihn durch lautes, belangloses Gequatsche zu verbergen. Weil ich ihn nicht mehr als Schwäche empfinde. Ich habe eingesehen, dass mir mein ruhiges Naturell einige Vorteile gebracht hat – zum Beispiel denke ich, ich wäre nie Schriftstellerin geworden, wenn ich zu extrovertiert wäre, weil ich dann die Ruhe nicht hätte, mich auf meine Gedanken einzulassen und alleine an etwas Großem zu arbeiten. Und das fände ich extrem schade, denn das Schreiben ist das, was ich am meisten auf dieser Welt liebe.

Steht zu euch selbst!

Auch, wenn euch in dieser extrovertierten Gesellschaft eingetrichtert wird, dass ihr nicht in Ordnung seid, weil ihr es vorzieht, eure Zeit allein zu verbringen, anstatt euch unters Volk zu mischen, möchte ich euch eines ans Herz legen: Versucht bitte nicht, euch zu verändern, wenn es euch damit eigentlich gut geht. Wenn ihr gerne eure Wochenenden mit einem Buch verbringt, weil euch Partys nicht interessieren, dann bitte tut das doch! Wenn es euch mehr Freude macht, auf einer Party mit der Katze anstatt mit anderen Menschen zu sprechen, dann ist das cool. Solange es euch damit gut geht und ihr niemandem damit wehtut, sollt ihr so sein dürfen, wie ihr seid! Und wenn ihr eine Einladung verneint, weil euch der Gedanke an die vielen Menschen Bauchschmerzen bereitet (ich kenne das Gefühl echt nur allzu gut!), dann tut, was ihr für richtig haltet und sagt es offen.

Und vor allem: Rechtfertigt euch bitte nicht für euren Charakter, oder erfindet Ausreden dafür. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir die Menschen viel mehr Respekt entgegenbringen, seitdem ich offen sage, dass ich einfach nicht immer gerne unter Menschen bin und meinen Freiraum brauche und mich nicht mehr mit „Äh, sorry, aber da kann ich nicht, da wird der Goldfisch meiner Tante beerdigt“ rausrede. Wenn andere mir jetzt sagen, dass sie mich zu ruhig finden, antworte ich ihnen freundlich, dass sie mir eigentlich auch zu laut sind und nehme ihnen damit den Wind aus den Segeln.

Yin und Yang

Ich will mit diesem Post keineswegs sagen, dass Intros die besseren Menschen sind, denn auf beiden Seiten gibt es Arschlöcher. Ich möchte damit auch keinen einzigen extrovertierten dafür verurteilen, dass er so ist, wie er ist. Ganz ehrlich, ich bewundere sie sogar und finde, dass eine gewisse Balance total wichtig ist. Meine Arbeitskollegin Sara ist in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil von mir und trotzdem verstehen wir uns super, weil wir uns da ganz gut ausgleichen. Diesen Ausgleich finde ich so verdammt wichtig und deshalb wünsche ich mir mehr Toleranz auf beiden Seiten. Denn nur so können wir gut miteinander leben und voneinander lernen.

Eure Julie,

Die mit dem roten Lippenstift

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16 Comments

  1. Puderperlen
    5 Monaten ago

    Ein wunderschöner, einfühlsamer Beitrag! In so vielen Punkten habe ich mich selbst genau wiedererkannt, vor allem in der Schule ging es mir ebenso.
    Ich habe es inzwischen auch geschafft, dass es mir herzlich egal ist, was andere über mich denken oder wofür sie mich halten 🙂

    Liebe Grüße, Larissa

    Reply
    1. Julie
      5 Monaten ago

      Danke liebe Larissa!
      Und genau das ist auch die richtige Einstellung! Ich freue mich, dass du dich selbst so annehmen kannst, wie du bist, das ist wunderbar!
      LG Julie

      Reply
  2. Katja
    5 Monaten ago

    Du sprichst mir aus der Seele… Kann mich mit so vielen Dingen, die du beschrieben hast identifizieren!! Vielen Dank für den Beitrag 🙂

    Reply
    1. Julie
      5 Monaten ago

      Vielen Dank liebe Katja! Ich freue mich, dass ich dir ein bisschen aus der Seele sprechen konnte 🙂

      Reply
  3. kleinerEngl
    5 Monaten ago

    Danke!

    Reply
    1. Julie
      5 Monaten ago

      Ich sag danke!

      Reply
  4. derhilden
    5 Monaten ago

    Sehr, sehr treffend beschrieben. Wie oft musste ich mir schon anhören, dass ich den Stock aus dem Arsch nehmen soll und einfach mehr reden müsste, sonst würde ich ja nie viele Freunde haben und was sonst noch alles.
    Und genau diesen Prozess, den du beschreibst, von „Oh, ich muss unbedingt lauter werden und die Aufmerksamkeit aller auf mich ziehen!“ zu „Ich bin eben exakt so und das bleibt auch so.“ halte ich im Nachhinein für extrem sinnvoll. Solange man mit sich im Reinen ist, strahlt man das auch aus und dann ist es egal, ob man einem Gespräch lieber zuhört oder unbedingt das Zentrum dessen sein muss. Ich bin mit meiner Introvertiertheit auch mittlerweile sehr glücklich und nenne auch viele deiner genannten positiven Eigenschaften mein Eigen.

    Reply
    1. Julie
      4 Monaten ago

      Danke Sebastian! Ich sehe das genauso und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass andere viel mich viel mehr respektieren, seitdem ich ganz klar sage, dass es mich nicht stört, so zu sein, wie ich bin 🙂 Du machst das super, genauso sollte die Einstellung zu dem Thema auch sein! Wir Intros sind cooler als man denken würde, man müsse nur mal hinter die Fassade blicken 🙂
      LG Julie

      Reply
  5. Isabell
    5 Monaten ago

    Liebe Julie,

    vielen Dank für deinen Beitrag!
    Ich kann mich da tatsächlich sehr hineinfühlen. Selbst kenne ich eigentlich keine introvertierten Menschen außer meiner jüngsten Tochter und mir – ich bin in meinem Leben oft umgezogen und daher vielleicht auch hauptsächlich mit der extrovertierten Bevölkerung in Kontakt gekommen. Ist einfacher :-).
    Ich weiß, dass ich komisch bin. Das habe ich schon oft genug zu hören bekommen. Meist über Dritte. Und es stimmt. Ich empfinde das auch selbst so … zumindest, wenn ich mich mit den Menschen aus meinem Bekanntenkreis vergleiche.
    Sobald ich zum Beispiel auf einer Feier/Party bin, die für mich unübersichtlich wird, wünsche ich mich weg. Es fällt mir dann schwer, mich zu einer Gruppe zu gesellen und in ein Gespräch einzuklinken: Ich höre zu lange zu und überlege zu lange, bevor ich rede …. und dann fühle ich mich einfach fehl am Platz. So gibt es noch genügend andere Dinge. Denen gehe ich inzwischen aus dem Weg, weil ich solche Situationen einfach nicht mag, nicht brauche und ohne sie viel besser klarkomme ;-).
    Ich denke, ich bin kein unfreundlicher Mensch. Ich mag andere Menschen sehr. Und wenn ich zum Beispiel im Supermarkt an der Kasse stehe und der Kunde vor mir meckert die Dame an der Kasse aus irgendeinem Grund blöd an, dann versuche ich im Nachhinein der Gegenpol zu sein und sage, wenn ich an der Reihe bin, irgendetwas nettes zu ihr das ich dann auch ehrlich meine und das sie wieder aufbaut.

    Liebe Grüße und hab noch ein schönes Pfingstwochenende
    Isabell

    Reply
    1. Julie
      4 Monaten ago

      Danke liebe Isabell für deinen tollen Kommentar!
      Ich finde nicht, dass man komisch ist, weil man nicht gern auf andere zugeht. Es sind ungefähr die Hälfte der Menschen Intros, also ist das genauso normal wie Kaugummi kauen 😉 Manche Menschen können es nur einfach gut verbergen, obwohl es ihnen vielleicht genau gleich geht. Ich hab das auch mal eine zeitlang versucht, aber irgendwann wurde es mir zu anstrengend und ich hab offen gesagt, dass ich introvertiert bin und seitdem lebt es sich viel leichter 😀
      Das klingt total lieb, ich glaub, ich würd dich mögen, wenn ich dir begegnen würde 😀
      Liebe Grüße,
      Julie

      Reply
  6. Die Sonntagsleserin 05_2017 – Rückblick auf den Mai | Studierenichtdeinleben
    5 Monaten ago

    […] erschienen, aber ich zahle ihn dennoch zum Mai, denn er passt gut zu meiner Einleitung da oben. „Ich bin introvertiert – na und?“, schreibt Julie – „Die mit dem roten Lippenstift“ – und spricht mir damit […]

    Reply
  7. Vroni
    4 Monaten ago

    Liebe Julie,
    Dieser Beitrag ist dir wirklich sehr gut gelungen! 🙂
    Ich kann nahezu all deine Situationen vollkommen nachvollziehen. Auch ich schmökere am Wochenende lieber in einem Buch oder treffe mich mit einer Freundin, anstatt mit einer großen Runde durch die Bars oder Clubs der Stadt zu ziehen. Seitdem ich die Schulbank gedrückt habe, war mir meine ruhige Art immer ein Verhängnis. Mittlerweile studiere ich, aber im Unterricht hat sich diesbezüglich dennoch kaum etwas geändert. Allerdings kann ich mit Stolz verkünden, dass ich zumindest ein bissl mehr aus mir herausgekommen bin. 😀
    Ich finde es dennoch schade, dass viele Menschen die Schüchternheit/Ruhe/Introvertiertheit nicht wirklich hinnehmen wollen und meist Menschen mit einem extrovertierterem Wesen besser ankommen… :/
    Alles Liebe,
    Vroni <3

    Reply
    1. Julie
      4 Monaten ago

      Danke liebe Vroni!
      Ich kenne das sehr gut, mir war das auch immer ein Verhängnis, leider. Und ich bin auch sehr traurig darüber, dass ein Wesensmerkmal so wenig Akzeptanz erfährt.
      Ein bissl aus mir rausgekommen bin ich auch, aber es war ein harter Weg, zu dem ich dir sehr gratuliere!
      Alles Liebe zurück <3

      Reply
      1. Vroni
        4 Monaten ago

        Liebe Julie,
        Vielen herzlichen Dank für deine liebe Antwort! 🙂
        Ich denke, dass diesbezüglich hinter uns beiden bereits ein langer Weg hinter uns liegt und wir damit schon viel geschafft haben! <3
        Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg für deine Zukunft 🙂
        LG Vroni <3

        Reply
  8. Sophie Meyer
    2 Monaten ago

    Ich (weiblich) habe manchmal das Gefühl, dass eine grosse Mehrheit, das merke ich besonders, wenn ich in einer Gruppe unterwegs bin, Angst vor mir hat. Sie können mich nicht einschätzen, fühlen sich von mir abgewiesen oder wissen nicht mit mir ins Gespräch zu kommen oder haben eine grundlegende Scheu vor Stillschweigen. Obwohl ich mittlerweile in sozialen Interaktion recht entspannt bin, bleiben die Hemmungen bei meinen Mitmenschen bestehen. Zurzeit arbeite ich in einer Kita. Anfangs wurde mir sehr viel Misstrauen entgegengebracht, die prüfenden Blicke von meinen Kollegen, die Schikane waren zeitweise sehr unangenehm. Das beruhigte sich erst, als ich Stellung bezog, äußerte, dass ich eher introvertiert und mit der derzeitigen Situation unzufrieden sei. In solchen Momenten sehe ich meine Introvertiertheit eher als Laster an.

    Reply
    1. Julie
      2 Monaten ago

      Das Gefühl kenne ich, das hatte ich auch schon oft. Und ja, in manchen Situationen hemmt einen diese Eigenschaft wirklich und ich will das auch gar nicht glorifizieren und als das beste überhaupt darstellen. Es hat absolut auch Nachteile, introvertiert zu sein. Aber sobald man es angenommen hat, kann man gut damit leben 🙂

      Reply

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